Marija Schopohl
Münchnerin mit serbischer Biografie und familiären Wurzeln im Raum des früheren Jugoslawiens. Neu gewählt in den Bezirksausschuss 22 Aubing-Lochhausen-Langwied für die Wahlperiode 2026–2032. Beruflich in der Migrations- und Ausländerverwaltung erfahren — heute Sekretariatsleitung an beruflichen Schulen.
Mandate und Engagement
- Bezirksausschuss 22 Aubing-Lochhausen-Langwied — CSU, neu gewählt für die Wahlperiode 2026–2032; Mitglied im Unterausschuss Soziales und im Mietbeirat.
- CSU-Ortsverband Aubing-Neuaubing-Westkreuz-Freiham — Mitglied.
- CSU Frauen-Union — Mitglied; Schwerpunkte: Teilhabe von Frauen mit Migrationsgeschichte, Chancengleichheit, Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
- Münchner Internationaler Stammtisch — Teil des Netzwerks, das Brücken zwischen der CSU München und den internationalen Communities baut.
Beruflicher Hintergrund
Von 2013 bis 2016 war Marija Schopohl beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) tätig und hat dort die Flüchtlingskrise unmittelbar miterlebt — mit allen Herausforderungen für Verwaltung, Politik, Ehrenamt und vor allem für die Geflüchteten selbst. Diese Zeit hat ihr Verständnis dafür geprägt, wie wichtig funktionierende Strukturen, klare Verfahren, pragmatische Lösungen und Menschlichkeit in Ausnahmesituationen sind.
Im Anschluss arbeitete sie bei der Ausländerbehörde München — zuständig insbesondere für Verfahren zur Blauen Karte EU, für Niederlassungserlaubnisse und den Familiennachzug. In dieser Funktion hat sie täglich mit Menschen unterschiedlichster Herkunft, Qualifikation und Lebensgeschichte gearbeitet und erlebt, wie eng rechtliche Regelungen, Verwaltungspraxis und individuelle Biografien verzahnt sind.
Heute ist sie Sekretariatsleitung an beruflichen Schulen und arbeitet täglich mit jungen Menschen aus vielfältigen sozialen und kulturellen Hintergründen. Integration versteht sie deshalb nicht nur verwaltungstechnisch, sondern als langfristigen gesellschaftlichen Prozess, der im Alltag der Schulen, Betriebe und Familien stattfindet.
Persönlicher Bezug: Brücke zu den Communities des früheren Jugoslawiens
Marija Schopohl wurde in Serbien geboren; ihre familiären Wurzeln liegen im Raum des früheren Jugoslawiens. Sie weiß aus eigener Erfahrung, was es bedeutet, zwischen Kulturen aufzuwachsen, in einer neuen Umgebung anzukommen und sich zugleich die eigene Identität zu bewahren. Enge Kontakte und Freundschaften insbesondere in die kroatischen und bosnischen Communities Münchens geben ihr einen authentischen Zugang zu Integration, kultureller Vielfalt und gesellschaftlichem Zusammenhalt — ein wertvoller Baustein der Brückenarbeit des Stammtischs zu den Communities des früheren Jugoslawiens, die zu den größten der Stadt zählen.
Schwerpunkte
- Soziales und Wohnen — im Unterausschuss Soziales und im Mietbeirat des BA 22 setzt sie sich für soziale Gerechtigkeit, Chancengleichheit und bezahlbaren Wohnraum ein. Wer keinen sicheren Wohnraum hat, hat es auch bei Bildung, Gesundheit und Teilhabe schwerer.
- Bildung und Übergänge — Spracherwerb, Übergänge in Ausbildung und Beruf sowie ein unterstützendes Umfeld als Schlüssel für die Zukunftsperspektiven junger Menschen.
- Teilhabe von Frauen — Frauen mit eigener oder familiärer Migrationsgeschichte sollen sichtbar werden, Verantwortung übernehmen und ihre Perspektiven in politische Entscheidungen einbringen.
Persönliche Worte
„Mir ist es ein besonderes Anliegen, nicht nur über Menschen mit Migrationshintergrund zu sprechen, sondern mit ihnen — auf Augenhöhe und mit dem klaren Ziel, echte Teilhabe zu ermöglichen."
Kontakt
Über den Stammtisch erreichbar unter admin@internationalerstammtisch.bayern.