Statements und Stellungnahmen
Wir melden uns zu Wort.
Der Münchner Internationale Stammtisch positioniert sich öffentlich, wenn das friedliche Miteinander, die Religionsfreiheit oder die Menschenrechte unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger angegriffen werden. Diese Seite bündelt unsere öffentlichen Statements.
3. Juli 2026
Statement des Migrationsbeirats
Ein wichtiger Schritt für den Münchner Migrationsbeirat
Der Münchner Stadtrat hat am 1. Juli 2026 beschlossen, künftig keine beratenden Mitglieder aus dem Stadtrat mehr in den Migrationsbeirat zu entsenden. Der Migrationsbeirat begrüßt diese Entscheidung: Sie stärkt die Unabhängigkeit des demokratisch gewählten Gremiums, ohne den fachlichen Austausch mit dem Stadtrat einzuschränken. Der entsprechende Änderungsantrag ist innerhalb der Koalition entstanden und wurde fraktionsübergreifend von den Grünen – Rosa Liste, der SPD, der FDP – Freie Wähler und der CSU gemeinsam eingebracht.
„Sachliche Gespräche, sorgfältige Vorbereitung und parteiübergreifende Zusammenarbeit führen zu den nachhaltigeren Ergebnissen. So sieht verantwortungsvolle Kommunalpolitik aus", sagt Nima Lirawi, gewähltes Mitglied des Migrationsbeirats und Mitgründer des Internationalen Stammtischs.
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1. Juli 2026
Öffentliches Statement
Gegen antimuslimischen Rassismus – für ein Miteinander in Respekt
Der 1. Juli ist der bundesweite Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Er erinnert an Marwa El-Sherbini, die am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden aus antimuslimischem Hass ermordet wurde — vor den Augen ihres Mannes und ihres Kindes. Wir gedenken ihrer und aller Menschen, die wegen ihres Glaubens angefeindet, bedroht oder angegriffen werden.
Antimuslimischer Rassismus ist kein Randphänomen. Allein für das Jahr 2025 wurden bundesweit mehr als 4.000 antimuslimische Vorfälle dokumentiert — mehr als elf pro Tag. Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen: Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen, Kinder auf dem Schulweg. Wer wegen seines Glaubens Angst haben muss, ist in seiner Würde verletzt — und mit ihm das Fundament unseres Zusammenlebens.
Als Gruppe, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Glaubensrichtungen zusammenkommen, wissen wir: Vielfalt ist kein Problem, das verwaltet werden muss — sie ist eine Stärke, die täglich gelebt wird. Hass, Ausgrenzung und religiöse Feindseligkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, gleich aus welcher Richtung sie kommen und gegen wen sie sich richten.
Wir begrüßen, dass die Landeshauptstadt München sich zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus klar solidarisch zeigt. Doch Gedenktage allein genügen nicht: Es braucht Haltung im Alltag — am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein und am Stammtisch. Den muslimischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt sprechen wir unsere Solidarität aus.
Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen — für Religionsfreiheit, für Zusammenhalt und für ein friedliches Miteinander.
München, 1. Juli 2026
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3. Mai 2026
Öffentliches Statement
Solidarität mit der muslimischen Gemeinde in Memmingen
Mit Bestürzung und Entschiedenheit verurteilen wir als Internationaler Stammtisch den Angriff auf die türkisch-islamische Gemeinde in Memmingen.
Ein Angriff auf ein Gotteshaus ist mehr als eine Sachbeschädigung. Er trifft Menschen in ihrem Glauben, in ihrem Sicherheitsgefühl und in ihrer Würde — und er trifft uns alle: Religionsfreiheit, Respekt vor dem Anderen und der Schutz von Minderheiten gehören zum Fundament unseres Zusammenlebens.
Als Gruppe, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Glaubensrichtungen zusammenkommen, wissen wir: Vielfalt ist kein Problem, das verwaltet werden muss — sie ist eine Stärke, die täglich gelebt wird. Hass, Einschüchterung und religiöse Feindseligkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, gleich aus welcher Richtung sie kommen.
Wir begrüßen, dass der Staatsschutz ermittelt, und vertrauen darauf, dass die Tat konsequent aufgeklärt wird. Den Mitgliedern der türkisch-islamischen Gemeinde in Memmingen sprechen wir unser Mitgefühl und unsere Solidarität aus.
Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen — für Religionsfreiheit, für Zusammenhalt und für ein friedliches Miteinander.
München, 3. Mai 2026
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Statement-Prozess
In der Strategiesitzung am 30. März 2026 hat der Stammtisch beschlossen, regelmäßig kurze Statements zu veröffentlichen — als Instrument der Sichtbarkeit und um Haltung zu zeigen, wenn es darauf ankommt. Format und Frequenz (z. B. nach Wahlen, quartalsweise, anlassbezogen) werden derzeit definiert. Themenfindung, Redaktion, Freigabe und Veröffentlichung folgen einem internen Prozess.
„Wer Bayern liebt, mag Bayern bunter."