Neu Migrationsbeiratswahl am Sonntag, 22. November 2026: Wählen dürfen alle Münchnerinnen und Münchner mit ausländischem Pass — Deutsche mit zweitem Pass oder Einbürgerung in den letzten zwölf Jahren müssen bis 6. November den Eintrag ins Wählerverzeichnis beantragen — Alles zur Wahl ↗    ◆    Datenpanne beim Wahlamt: Private Anschriften aller Kandidierenden zur Migrationsbeiratswahl waren drei Stunden im Netz — wir fordern Schutz, Aufklärung und gleiche Standards wie bei der Kommunalwahl — Zum Statement →    ◆    ABI stellt 40-köpfige Liste für die Migrationsbeiratswahl am 22. November auf — Dimitrina Lang führt die Liste an — Zur Pressemitteilung →    ◆    Gemeinsame Erklärung des Bayerischen Dialogforums Religion und Integration vorgestellt — wir begrüßen das starke Zeichen für Religionsfreiheit und Zusammenhalt — Zum Statement →    ◆    Stadtratsbeschluss: Die Unabhängigkeit des Migrationsbeirats wird gestärkt — künftig keine beratenden Mitglieder aus dem Stadtrat mehr — Zum Statement →    ◆    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Hans Theiss macht beim Internationalen Stammtisch mit — erstmals ist ein Mitglied des Deutschen Bundestages in unserem Netzwerk — Mehr zu Prof. Dr. Hans Theiss →    ◆    Dr. Sasan Harun-Mahdavi zum stellvertretenden Vorsitzenden des Münchner Migrationsbeirats gewählt — 16:15 Stimmen gegen den bisherigen Amtsinhaber — mehr →
Statements und Stellungnahmen

Wir melden uns zu Wort.

Der Münchner Internationale Stammtisch positioniert sich öffentlich, wenn das friedliche Miteinander, die Religionsfreiheit oder die Menschenrechte unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger angegriffen werden. Diese Seite bündelt unsere öffentlichen Statements.

12. Oktober 2026 Öffentliches Statement

Drei Stunden im Netz – und nicht mehr zurückzuholen

Am 7. Oktober 2026 hat das Wahlamt der Landeshauptstadt München die zugelassenen Wahlvorschläge zur Wahl des Migrationsbeirats bekannt gemacht – und dabei rund drei Stunden lang die privaten Wohnanschriften sämtlicher Kandidatinnen und Kandidaten aller 28 Listen im Internet veröffentlicht. Die Wahlordnung für den Migrationsbeirat bestimmt seit 2022 ausdrücklich, dass Anschriften nicht veröffentlicht werden. Das Wahlamt hat den Fehler eingeräumt, sich bei den Betroffenen entschuldigt und den Vorfall den Datenschutzbehörden gemeldet. Wir nehmen das zur Kenntnis – und sagen zugleich deutlich: Erledigt ist die Sache damit nicht.

Wir erwarten von der Landeshauptstadt München deshalb mehr als eine Entschuldigung: eine individuelle Risikobewertung und konkrete Unterstützung für besonders gefährdete Kandidierende, eine feste Ansprechperson für Sicherheitsfragen, die nachweisbare Entfernung von Kopien aus Suchmaschinen und Archiven, eine vollständige Aufklärung, wie eine seit 2022 überholte Vorlage im Jahr 2026 noch verwendet werden konnte – und verbindliche Vorkehrungen, damit sich das bis zum Wahltag und darüber hinaus nicht wiederholt. Für Kandidierende der Migrationsbeiratswahl müssen dieselben Schutzstandards gelten wie bei der Kommunalwahl. Nicht weniger.

Zugleich gilt: Dieser Vorfall darf nicht das sein, was von dieser Wahl bleibt. Wer sich trotz allem zur Wahl stellt, verdient Respekt – und Stimmen. Wir rufen alle Wahlberechtigten auf, am 22. November 2026 den Migrationsbeirat zu wählen. Wer in den letzten zwölf Jahren eingebürgert wurde oder neben dem deutschen einen weiteren Pass besitzt, muss den Eintrag ins Wählerverzeichnis bis zum 6. November 2026 beantragen.

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8. Juli 2026 Öffentliches Statement

Gemeinsam für Zusammenhalt – Religionen als Brückenbauer

Am 6. Juli 2026 hat Bayerns Innen- und Integrationsminister Joachim Herrmann gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Religionsgemeinschaften die Gemeinsame Erklärung des Bayerischen „Dialogforums Religion und Integration“ vorgestellt. Wir begrüßen diese Erklärung ausdrücklich — sie ist ein starkes Zeichen für Demokratie, Religionsfreiheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Bayern.

Die Erklärung bringt auf den Punkt, wovon auch wir überzeugt sind: Religionen können Brücken bauen. Dass sich katholische und evangelische Kirche, orthodoxe Kirchen, jüdische Gemeinden, muslimische und alevitische Gemeinschaften, Buddhisten sowie Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, zur Sicherheit von Gotteshäusern und Gebetsstätten und zum Einsatz gegen Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit, Rassismus und jede Form von Extremismus bekennen, verdient Respekt und Unterstützung.

Was das Dialogforum auf Landesebene vorlebt, leben wir in München im Kleinen — Monat für Monat, an einem Tisch. Entscheidend ist nun, dass den Worten Taten folgen. Dazu wollen wir auch künftig unseren Beitrag leisten.

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3. Juli 2026 Statement des Migrationsbeirats

Ein wichtiger Schritt für den Münchner Migrationsbeirat

Der Münchner Stadtrat hat am 1. Juli 2026 beschlossen, künftig keine beratenden Mitglieder aus dem Stadtrat mehr in den Migrationsbeirat zu entsenden. Der Migrationsbeirat begrüßt diese Entscheidung: Sie stärkt die Unabhängigkeit des demokratisch gewählten Gremiums, ohne den fachlichen Austausch mit dem Stadtrat einzuschränken. Der entsprechende Änderungsantrag ist innerhalb der Koalition entstanden und wurde fraktionsübergreifend von den Grünen – Rosa Liste, der SPD, der FDP – Freie Wähler und der CSU gemeinsam eingebracht.

„Sachliche Gespräche, sorgfältige Vorbereitung und parteiübergreifende Zusammenarbeit führen zu den nachhaltigeren Ergebnissen. So sieht verantwortungsvolle Kommunalpolitik aus", sagt Nima Lirawi, gewähltes Mitglied des Migrationsbeirats und Mitgründer des Internationalen Stammtischs.

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1. Juli 2026 Öffentliches Statement

Gegen antimuslimischen Rassismus – für ein Miteinander in Respekt

Der 1. Juli ist der bundesweite Tag gegen antimuslimischen Rassismus. Er erinnert an Marwa El-Sherbini, die am 1. Juli 2009 im Landgericht Dresden aus antimuslimischem Hass ermordet wurde — vor den Augen ihres Mannes und ihres Kindes. Wir gedenken ihrer und aller Menschen, die wegen ihres Glaubens angefeindet, bedroht oder angegriffen werden.

Antimuslimischer Rassismus ist kein Randphänomen. Allein für das Jahr 2025 wurden bundesweit mehr als 4.000 antimuslimische Vorfälle dokumentiert — mehr als elf pro Tag. Hinter jeder dieser Zahlen stehen Menschen: Nachbarinnen und Nachbarn, Kolleginnen und Kollegen, Kinder auf dem Schulweg. Wer wegen seines Glaubens Angst haben muss, ist in seiner Würde verletzt — und mit ihm das Fundament unseres Zusammenlebens.

Als Gruppe, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Glaubensrichtungen zusammenkommen, wissen wir: Vielfalt ist kein Problem, das verwaltet werden muss — sie ist eine Stärke, die täglich gelebt wird. Hass, Ausgrenzung und religiöse Feindseligkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, gleich aus welcher Richtung sie kommen und gegen wen sie sich richten.

Wir begrüßen, dass die Landeshauptstadt München sich zum Tag gegen antimuslimischen Rassismus klar solidarisch zeigt. Doch Gedenktage allein genügen nicht: Es braucht Haltung im Alltag — am Arbeitsplatz, in der Schule, im Verein und am Stammtisch. Den muslimischen Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt sprechen wir unsere Solidarität aus.

Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen — für Religionsfreiheit, für Zusammenhalt und für ein friedliches Miteinander.

München, 1. Juli 2026

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3. Mai 2026 Öffentliches Statement

Solidarität mit der muslimischen Gemeinde in Memmingen

Mit Bestürzung und Entschiedenheit verurteilen wir als Internationaler Stammtisch den Angriff auf die türkisch-islamische Gemeinde in Memmingen.

Ein Angriff auf ein Gotteshaus ist mehr als eine Sachbeschädigung. Er trifft Menschen in ihrem Glauben, in ihrem Sicherheitsgefühl und in ihrer Würde — und er trifft uns alle: Religionsfreiheit, Respekt vor dem Anderen und der Schutz von Minderheiten gehören zum Fundament unseres Zusammenlebens.

Als Gruppe, in der Menschen unterschiedlicher Herkunft, Sprachen und Glaubensrichtungen zusammenkommen, wissen wir: Vielfalt ist kein Problem, das verwaltet werden muss — sie ist eine Stärke, die täglich gelebt wird. Hass, Einschüchterung und religiöse Feindseligkeit haben in unserer Gesellschaft keinen Platz, gleich aus welcher Richtung sie kommen.

Wir begrüßen, dass der Staatsschutz ermittelt, und vertrauen darauf, dass die Tat konsequent aufgeklärt wird. Den Mitgliedern der türkisch-islamischen Gemeinde in Memmingen sprechen wir unser Mitgefühl und unsere Solidarität aus.

Jetzt ist die Zeit, Haltung zu zeigen — für Religionsfreiheit, für Zusammenhalt und für ein friedliches Miteinander.

München, 3. Mai 2026

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Weitere Statements und Erklärungen

Ältere Statements und Erklärungen sowie Entwicklungen, zu denen sich der Stammtisch öffentlich geäußert hat.

Statement-Prozess

In der Strategiesitzung am 30. März 2026 hat der Stammtisch beschlossen, regelmäßig kurze Statements zu veröffentlichen — als Instrument der Sichtbarkeit und um Haltung zu zeigen, wenn es darauf ankommt. Format und Frequenz (z. B. nach Wahlen, quartalsweise, anlassbezogen) werden derzeit definiert. Themenfindung, Redaktion, Freigabe und Veröffentlichung folgen einem internen Prozess.

„Wer Bayern liebt, mag Bayern bunter."