Neu Stadtratsbeschluss: Die Unabhängigkeit des Migrationsbeirats wird gestärkt — künftig keine beratenden Mitglieder aus dem Stadtrat mehr — Zum Statement →    ◆    Der CSU-Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Hans Theiss macht beim Internationalen Stammtisch mit — erstmals ist ein Mitglied des Deutschen Bundestages in unserem Netzwerk    ◆    Mehr zu Prof. Dr. Hans Theiss →    ◆    Dr. Sasan Harun-Mahdavi zum stellvertretenden Vorsitzenden des Münchner Migrationsbeirats gewählt — mehr →
Statement des Migrationsbeirats · 3. Juli 2026

Ein wichtiger Schritt für den Münchner Migrationsbeirat

Der Münchner Stadtrat hat am 1. Juli 2026 beschlossen, künftig keine beratenden Mitglieder aus dem Stadtrat mehr in den Migrationsbeirat zu entsenden. Wir begrüßen diese Entscheidung: Sie stärkt die Unabhängigkeit unseres demokratisch gewählten Gremiums, ohne den fachlichen Austausch mit dem Stadtrat einzuschränken.

3. Juli 2026 Statement des Migrationsbeirats

Beharrlichkeit, Dialog und Teamarbeit zahlen sich aus

Aus unseren Reihen kam der Hinweis, dass das Thema auf der Tagesordnung des Stadtrats steht und eine Stellungnahme erstellt werden sollte. Der Änderungsantrag selbst ist innerhalb der Koalition entstanden und wurde am Ende fraktionsübergreifend von den Grünen – Rosa Liste, der SPD, der FDP – Freie Wähler und der CSU gemeinsam eingebracht.

Unser herzlicher Dank gilt unserer Vorsitzenden Dimitrina Nikolova Lang, die das Thema mit großem Engagement vorangetrieben hat, Andreas Staufenbiel für den offenen und vertrauensvollen Austausch sowie den Stadtratsfraktionen für die konstruktive, lösungsorientierte und vorbildliche Zusammenarbeit.

„Sachliche Gespräche, sorgfältige Vorbereitung und parteiübergreifende Zusammenarbeit führen zu den nachhaltigeren Ergebnissen. So sieht verantwortungsvolle Kommunalpolitik aus", sagt Nima Lirawi, gewähltes Mitglied des Migrationsbeirats.

Der Beschluss im Wortlaut: „Für diesen [den Migrationsbeirat] wird auf die Entsendung eines beratenden Mitglieds je vertretener Fraktion verzichtet. Das Direktorium wird beauftragt, eine entsprechende Satzungsänderung vorzubereiten und dem Stadtrat vorzulegen." — Vollversammlung vom 1. Juli 2026, TOP 3, Sitzungsvorlage 26-32 / V 00451

Was sich nicht erreichen ließ

Unser ursprüngliches Ziel, die Benennung eines stimmberechtigten Mitglieds einer Partei, deren Landesverband in Bayern weiterhin vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall beobachtet wird, insgesamt zu verhindern, ließ sich leider nicht erreichen. Die benannten Mitglieder bleiben daher zunächst Bestandteil des Migrationsbeirats.

Dabei war für uns immer entscheidend, dass bereits im November 2026 ein neuer Migrationsbeirat gewählt wird. Angesichts dieser kurzen verbleibenden Amtszeit erschien es vertretbar, die bestehende Regelung über die benannten Mitglieder bis zur Neuwahl bestehen zu lassen und stattdessen den Blick auf notwendige strukturelle Verbesserungen für die Zukunft zu richten.

Was der Beschluss bewirkt

Umso mehr begrüßen wir den nun gefassten Beschluss: Auf die Entsendung eines beratenden Mitglieds je Fraktion wird verzichtet, die Satzung wird entsprechend angepasst. Diese Regelung gilt für alle Fraktionen gleichermaßen und stärkt die Unabhängigkeit und Eigenständigkeit des Migrationsbeirats.

Bemerkenswert ist dabei auch, dass die benannten Mitglieder erst in der vergangenen Wahlperiode eingeführt wurden. Umso erfreulicher ist es, dass der Stadtrat nun — mit der Abschaffung der beratenden Mitglieder — einen wichtigen Schritt gegangen ist, um die Eigenständigkeit des Migrationsbeirats wieder zu stärken und den unmittelbaren politischen Einfluss der Stadtratsfraktionen auf das Gremium zu reduzieren.

Politik mit Augenmaß

Die vergangenen Tage haben außerdem gezeigt, dass politische Auseinandersetzungen mit Augenmaß geführt werden sollten. Öffentliche Zuspitzungen und mediale Inszenierungen mögen kurzfristig Aufmerksamkeit erzeugen — am Ende profitieren davon jedoch häufig genau diejenigen, deren Einfluss man eigentlich begrenzen möchte.

Wir freuen uns über diese Entscheidung und danken allen, die daran mitgewirkt haben. Sie zeigt, dass sich Beharrlichkeit, gute Vorbereitung, Dialog und konstruktive Zusammenarbeit auszahlen — zum Wohle des Münchner Migrationsbeirats und unserer Stadt.

München, 3. Juli 2026 · Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München

Statement als PDF herunterladen

„So sieht verantwortungsvolle Kommunalpolitik aus."
— Nima Lirawi, gewähltes Mitglied des Migrationsbeirats

← Zurück zu den Statements